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Spielbudenplatz St. Pauli

Die Veranstaltungsfläche im Zentrum der Hamburger Reeperbahn

Vorgestellt von:
Julia Staron

Quartiersmanagerin
BID Reeperbahn+

Keyfacts

Platzgestaltung / Eventfläche
Projektdauer: seit 2005

#15

„Das Projekt endet nie“: So sorgen Partizipation und Kommunikation für einen lebendigen Spielbudenplatz

Am Beispiel vom Spielbudenplatz St. Pauli berichtet Quartiersmanagerin Julia Staron in der Stadtkantine von ihrer Arbeit in Hamburg. Gemeinsam mit der Stadt entwickelt und leitet das BID Reeperbahn+ Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität an Orten wie dem Spielbudenplatz.

Wer schon einmal auf dem Spielbudenplatz war, weiß: Er bildet das Herz der Reeperbahn und ist ein immens frequentierter und vielfältig genutzter Ort. Mit dem steigenden Tourismus in Hamburg kämpfte der Platz viele Jahre mit Überlastung, seine Nutzung wurde wenig gesteuert. Seit 2005 bemüht sich Hamburg um eine aktive Gestaltung des Ortes als Fläche für Veranstaltungen – auch in Hinblick auf die anliegenden Immobilien.

Als Quartiersmanagerin wirbt Julia Staron für die Beteiligung der Nutzer:innen von Anfang an – sowie eine anhaltende Kommunikation: „Bei der Bespielung eines öffentlichen Platzes endet die Projektarbeit nie.“

Best-Practice-Beispiel: Spielbudenplatz St. Pauli

Lessons Learned aus der Stadtkantine #15

Bauplanung immer gemeinsam mit dem zukünftigen Nutzer:innenkreis
Die besten Stadtentwickler:innen, Architekt:innen und Landschaftsgärtner:innen können die wichtigen Details einer – wie im im Falle des Spielbudenplatzes – Veranstaltungsfläche nicht wissen. Die kleinsten Fehlplanungen können immense Kosten und Konflikte nach sich ziehen.

Zeitnahe, transparente Kommunikation auf allen Kanälen
Nichts raubt bei komplexen Prozessen mehr Energie als stets und ständig gegen Missverständnisse anarbeiten zu müssen. Auch und gerade bei ungewöhnlichen Wegen mit komplexen Hintergründen ist die Mitnahme aller Beteiligten ein wichtiger Faktor. Komplexe Projekte brauchen von Anfang an ihre eigene Kommunikationsabteilung. Diese Aufgabe als Unteraufgabe einer PR-Abteilung eines Projektbeteiligten zu definieren, wird der Bedeutung für den Gesamterfolg nicht gerecht. Zudem sollte kein Projektbeteiligter über die Medien zu anderen Beteiligten des Projektes reden. Egoismen sollten dringend zum Vorteil des Projektes nach hinten gestellt werden.

Gemeinsame Visionsentwicklung
Jede Neuentwicklung braucht mehr als eine Bauplanung und eine Nutzungsidee – gerade an zentralen, bedeutenden und gesellschaftlich fokussierten Lagen. Die gemeinsame Diskussion und Entwicklung zur Identität und (Neu)-Vernetzung des Ortes im Gesamtgefüge der Stadt verdient viel Aufmerksamkeit und einen eigenen Abschnitt in der Projektentwicklung.

Das Projekt endet nie
Gerade bei einer Bespielung des öffentlichen Raum endet die Projektarbeit nie. Der Alltag muss stets im Blick und im Abgleich zu den gemeinsam definierten Zielen abgeglichen werden. Alle halbe Jahre sollte sich ein Beirat – im Idealfall – aller Anspruchsgruppen über den Status-quo der Bespielung / Nutzung austauschen und Beobachtungen, Wünsche und Ideen an die verantwortliche Betreibergruppe zurückspielen.

Die Möglichkeit der Beteiligung muss nicht nur dringend erhalten bleiben, sondern muss in regelmäßigen Abständen Bestandteil der Kommunikation sein
Derlei Faktoren geraten in Vergessenheit und damit droht ein Festfahren gewohnter Strukturen und eine Abgrenzung des Projektes und dessen Weiterentwicklung gegenüber der öffentlichen Einflussnahme. Damit droht eine Verlust der Akzeptanz und im schlimmsten Fall eine neue Verwahrlosung.

Copyright/Fotos: Spielbudenplatz.eu – Spielbudenplatzbetreiber GmbH

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